Initiative

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Hintergründe zur Initiative.

Glencore vergiftet Flüsse im Kongo und die Luft in Sambia. Der Basler Konzern Syngenta verkauft tödliche Pestizide, die bei uns schon lange verboten sind. Und LafargeHolcim gefährdet in einem Dorf in Nigeria Menschen mit Zementstaub. Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Initiative will solchen Geschäftspraktiken einen Riegel schieben.

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert eine Selbstverständlichkeit: Wenn Konzerne das Trinkwasser verseuchen oder ganze Landstriche zerstören, sollen sie dafür geradestehen.

Nicht länger die Augen verschliessen: Die Manager grosser Konzerne wissen genau, wo ihre Geschäfte mit den Menschenrechten im Konflikt stehen. Doch manche von ihnen gewichten den Profit höher als den Schutz von Mensch und Umwelt. Deshalb braucht es die Konzernverantwortungsinitiative.

Wer einen Schaden anrichtet, soll dafür geradestehen: Damit sich auch dubiose Multis an das neue Gesetz halten, müssen Verstösse Konsequenzen haben. Konzerne sollen deshalb in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen haften, die sie verursachen.

Eine Lösung mit Augenmass und ohne Bürokratie: Die Haftung ist auf Gesellschaften beschränkt, über die ein Konzern tatsächlich die Kontrolle ausübt. Wer verantwortlich wirtschaftet, hat nichts zu befürchten. Viele Länder haben bereits ähnliche Gesetze verabschiedet, so laufen in England und Kanada beispielsweise schon heute Prozesse gegen Konzerne wegen Menschenrechtsverletzungen ihrer Tochterfirmen.

Kein Konkurrenzvorteil mehr für rücksichtslose Konzerne: Die meisten Konzerne halten sich an die Regeln. Einige wenige skrupellose Konzerne setzen sich jedoch über Umweltstandards hinweg und ignorieren Menschenrechte. Sie verschaffen sich Konkurrenzvorteile durch Verantwortungslosigkeit. Um das zu unterbinden, braucht es die Konzernverantwortungsinitiative.

Die Initiative betrifft Grosskonzerne mit Sitz in der Schweiz, die im Aulsand Menschenrechte verletzen oder die Umwelt zerstören.

Die Gegner/innen der Initiative setzen auf ein Ablenkungsmanöver. Sie behaupten, dass KMU betroffen seien. Das ist falsch. Der Initiativtext schreibt vor, dass KMU ausgenommen werden. Denn kaum ein KMU besitzt Tochtergesellschaften oder kontrolliert Unternehmen im Ausland. Die Initiative richtet sich gegen die Verantwortungslosigkeit von internationalen Grosskonzernen wie Glencore oder Syngenta.

Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Dieses Beispiel zeigt, warum es verbindliche Regeln braucht:

Mine vergiftet Kinder mit Schwermetallen

In Cerro de Pasco (Peru) sind Luft und Wasser mit Schwermetallen vergiftet. Daran schuld: Eine riesige Mine, die von Glencore kontrolliert wird. Gerade für die Kinder haben die Bleivergiftungen dramatische Folgen: Blutarmut, Behinderungen, Lähmungen.

70’000 Menschen leben in der peru­anischen Stadt Cerro de Pasco. Glencore kontrolliert hier die Minen­gesellschaft Volcan, welche zu den weltweit grössten Produzentinnen von Zink, Blei und Silber gehört.
Die Mine produziert zu den niedrigsten Kosten der ganzen Branche. Den Preis dafür zahlen die Menschen mit ihrer Gesundheit. Die Mine führt zu einer extremen Umweltverschmutzung durch Blei, Arsen und viele weitere Schwer­metalle. Alles ist vergiftet: die Luft, der Boden, das Wasser. Die Lebens­erwartung der Einwohner/innen ist fünf Jahre tiefer, die Kindersterblich­keit höher als in anderen peruani­schen Städten.

Die Initiative gründet auf zwei zentralen Anliegen der biblischen Botschaft und des christlichen Glaubens: Bewahrung der Schöpfung und Nächstenliebe.

Wir alle tragen Verantwortung für die Schöpfung, die Gott uns Menschen zur Freude und zur Sorge anvertraut hat. Und jeder Mensch besitzt als Sein Geschöpf eine unantastbare Würde. Gott macht sich für die Unterdrückten stark und setzt sich für Gerechtigkeit ein. Und uns alle macht Gott zu seinen Mitarbeitern.

Als Kirche ist es daher eine Selbstverständlichkeit, die Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative zu unterstützen. Sie verhindert, dass weiterhin Menschen misshandelt und Gottes Schöpfung ausgebeutet wird.

„Sprich für die Armen und Schwachen, nimm sie in Schutz und verhilf ihnen zu ihrem Recht!“ (Spr. 31.9)

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